Projekttage zur Drogen- und Gewaltprävention am Leopold-Hoesch-Berufskolleg

Am 14. und 15. Juli standen am Leopold-Hoesch-Berufskolleg zwei besondere Projekttage ganz im Zeichen der Drogen- und Gewaltprävention. Ziel der Veranstaltungen war es, unsere Schülerinnen und Schüler für die Themen Sucht, Gewalt und persönliche Verantwortung zu sensibilisieren sowie Mut zu machen, schwierige Lebenssituationen offen anzusprechen und Unterstützung anzunehmen.

Den Auftakt machte am 14. Juli der Präventionsexperte Timo Schüsseler, vielen auch als „Präventiator“ bekannt. In einem eindrucksvollen und authentischen Vortrag nahm er die Schülerinnen und Schüler mit auf eine sehr persönliche Reise durch seine Vergangenheit. Offen, ehrlich und ohne etwas zu beschönigen, berichtete Herr Schüsseler von den Folgen seiner Alkoholabhängigkeit und zeigte eindrucksvoll auf, welche Auswirkungen Sucht auf das eigene Leben sowie das Umfeld haben kann.

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Mit seiner sympathischen und nahbaren Art gelang es ihm, die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler von Beginn an zu gewinnen. Gleichzeitig vermittelte er eine wichtige Botschaft: Hilfe anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein entscheidender Schritt in ein selbstbestimmtes Leben. Seine persönlichen Erfahrungen und seine heutige Arbeit in der Suchtprävention hinterließen bei den Schülerinnen und Schülern einen nachhaltigen Eindruck.

 

Am 15. Juli durften wir Sascha Bisley am Leopold-Hoesch-Berufskolleg begrüßen. Der Autor, Blogger und Filmemacher engagiert sich seit vielen Jahren in der Gewaltprävention und arbeitet mit unterschiedlichsten Trägern zusammen. Auch er gewährte den Schülerinnen und Schülern einen sehr persönlichen Einblick in seine Lebensgeschichte.

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Mit großer Offenheit, viel Ruhe und einer authentischen Ausstrahlung machte Herr Bisley deutlich, dass die eigene Vergangenheit nicht über die Zukunft entscheiden muss. Er zeigte eindrucksvoll, dass Veränderung möglich ist und dass jeder Mensch die Chance hat, neue Wege einzuschlagen. In der anschließenden Fragerunde beantwortete er alle Fragen der Schülerinnen und Schüler offen, ehrlich und ohne Berührungsängste. Dadurch entstand eine vertrauensvolle Atmosphäre, die den Austausch besonders wertvoll machte.

 

Beide Gäste haben mit ihren bewegenden Lebensgeschichten, ihrer Authentizität und ihrem persönlichen Engagement wichtige Impulse gesetzt und unsere Schülerinnen und Schüler, aber auch die Lehrkräfte, nachhaltig beeindruckt. Die Veranstaltungen machten deutlich, wie bedeutsam Präventionsarbeit ist und welchen Unterschied persönliche Erfahrungen in der Vermittlung dieser Themen machen können.

Wir bedanken uns herzlich bei Timo Schüsseler und Sascha Bisley für ihren Besuch, ihr Vertrauen und ihre Offenheit. Ihr Engagement hat diese Projekttage zu einer wertvollen Erfahrung für unsere Schulgemeinschaft gemacht.

Sicher unterwegs: Pilotprojekt zum E-Scooter-Training im Fredenbaumpark

Am 29. und 30. Juni nahm unsere Schule am E-Scooter-Training der Stadt Dortmund teil. Ziel des Projekts war es, Schüler für einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit E-Scootern zu sensibilisieren und sie praktisch auf typische Situationen im Straßenverkehr vorzubereiten.

Durchgeführt wurde das Training von unseren Sportkollegen Herrn Maibom und Herrn Freund. Am ersten Tag nahm die Internationale Förderklasse IFK2 von Frau Lönze teil. Am 30. Juni folgte die Klasse HTU1, bei der Herr Freund auch als Klassenleitung vor Ort war.

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Bereits im Vorfeld beschäftigten sich die Klassen im Unterricht mit den wichtigsten Grundlagen der E-Scooter-Nutzung. Dabei ging es unter anderem um Verkehrsregeln, ums richtige Bremsen, ums defensive Fahren, um Rücksichtnahme gegenüber anderen Verkehrsteilnehmenden sowie um die Frage, welche Gefahren bei falscher Nutzung entstehen können. Die Schüler erstellten dazu Plakate, auf denen sie zentrale Regeln und Tipps für den sicheren Umgang mit E-Scootern festhielten.

Anschließend konnten die theoretischen Inhalte beim Fahrsicherheitstraining im Fredenbaumpark praktisch erprobt werden. Bei sonnigem Wetter übten die Schüler unter anderem kontrolliertes Anfahren, Bremsmanöver und sicheres Fahren im Parcours. Neben dem verkehrspädagogischen Schwerpunkt bot das Training auch die Gelegenheit, gemeinsam Zeit außerhalb des Klassenraums zu verbringen und Lernen mit Bewegung zu verbinden.

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Das Projekt knüpft an die E-Scooter-Academy an, ein Angebot der Landesverkehrswacht NRW, des Leih-Scooter-Anbieters Lime und der Stadt Dortmund. Dabei sollen Jugendliche frühzeitig für Sicherheit, Verantwortungsbewusstsein und ein gutes Miteinander im Straßenverkehr sensibilisiert werden.

Ein besonderer Dank gilt Herrn Lüer von der Stadt Dortmund sowie Herrn Mercedes von Lime für die Unterstützung und Begleitung des Projekts.

Weitere Trainingseinheiten sind für das kommende Jahr geplant. Darüber hinaus ist angedacht, das Thema künftig auch stärker mit dem BNE-Unterricht zu verknüpfen, zum Beispiel im Zusammenhang mit nachhaltiger Mobilität, Verkehrssicherheit und verantwortungsbewusstem Handeln im öffentlichen Raum.

Klassenausflug der IFK2 zum Trümmerbahnen-Minigolf im Dortmunder U

Die Schülerinnen und Schüler der internationalen Förderklasse IFK2 unternahmen gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Frau Lönze einen besonderen Klassenausflug ins Dortmunder U. Dort besuchten sie die Ausstellung „Zurück zum Beton: Ina Webers Trümmerbahnen-Minigolf“.

Die Installation der Künstlerin Ina Weber lädt zum Minigolfspielen im Museum ein. Die zwölf Betonbahnen sind mit Hindernissen versehen, die an Architektur und Nachkriegsbauten erinnern und so Kunst, Stadtgeschichte und Spiel miteinander verbinden.

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Für alle Schüler war es das erste Mal, dass sie Minigolf spielten. Nach einer gemeinsamen Erklärung der Regeln konnten die Bahnen ausprobiert werden. Schnell entwickelte sich ein freundschaftlicher Wettbewerb, bei dem Konzentration, Geschick und vor allem viel Spaß gefragt waren.

Der Ausflug bot der Klasse eine schöne Gelegenheit, außerhalb des Unterrichts gemeinsam Zeit zu verbringen, Neues kennenzulernen und sich sportlich-spielerisch miteinander zu messen. Am Ende gratulierten alle herzlich dem Sieger Ahmed.

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Ein gelungener Klassenausflug, der der IFK2 sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.

IFK2 besucht Workshop zu Nikotin und Vapes im Dortmunder U

Eingebettet in die Unterrichtsreihe „Gesundheit“ nahm am Freitag, 26. Juni 2026, die Internationale Förderklasse 2 gemeinsam mit Frau Günther und Frau Lönze an einem Workshop zum Thema „Nikotin und Vapes“ im Kino im Dortmunder U teil.

Veranstaltet wurde das Angebot vom Gesundheitsamt Dortmund und der Fachstelle für Suchtvorbeugung Feedback im Rahmen der dreitägigen Reihe „Cannabis, Nikotin, Vapes und Alkohol: Risiken erkennen – klar entscheiden“. Ziel der Veranstaltung war es, Jugendliche altersgerecht über verschiedene Suchtmittel zu informieren, Risiken verständlich zu machen und zur Reflexion über eigenes Verhalten, Gruppendruck und Entscheidungsfindung anzuregen.

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IFK2 Eingang

Im Mittelpunkt des Workshop-Tages standen Nikotin und Vapes. Die Schülerinnen und Schüler sahen drei Kurzfilme, die Motive und Erfahrungen rund ums Vapen und Rauchen aufgriffen. Grundlage der Filme waren Interviews mit Jugendlichen. Dabei wurden verschiedene Risiken deutlich: Gruppenzwang, der süßliche Geschmack vieler Vapes, die leichte Verfügbarkeit sowie die verbreitete Vorstellung, Vapes seien weniger gesundheitsschädlich als Zigaretten. Gleichzeitig berichteten die Jugendlichen in den Filmen von körperlichen Beeinträchtigungen wie Kurzatmigkeit und einer zunehmenden Gewöhnung.

Im Anschluss an jeden Film fand eine kurze Diskussionsrunde statt, in der über diese Risiken, Suchtverhalten und mögliche Strategien im Umgang mit Konsumangeboten gesprochen wurde.

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IFK2 Kinosaal

Besonders angenehm war der Veranstaltungsort: Der klimatisierte Kinosaal bot bei den hohen Temperaturen ideale Bedingungen für konzentriertes Mitdenken und Diskutieren.

Ein kleiner Erfolg wurde ebenfalls sichtbar: Ein Schüler aus der IFK2 berichtete im Anschluss, dass er bereits seit zwei Wochen nicht mehr vapet. Ein starkes Zeichen — weiter so!

Chancenorientierte Talentförderung - auf Dauer

Das Talentscouting der FH Dortmund findet besondere Talente am Leopold-Hoesch-Berufskolleg. Es unterstützt talentierte Jugendliche dabei, ihre Entscheidung für die berufliche Zukunft zu treffen und zielstrebig zu verfolgen. Seit dem 29. Juni 2026 würdigt ein gemeinsamer Kooperationsvertrag die gelungene Zusammenarbeit, die bereits seit 2021 im Rahmen des NRW-Talentscouting-Programms gelebt wird.

Am Leopold-Hoesch-Berufskolleg ist das Talentscouting der Fachhochschule Dortmund seit Jahren fest etabliert, denn für die eigentliche Zusammenarbeit braucht es keine Verträge. Die Vereinbarung dient dazu, ein gemeinsames Verständnis festzuschreiben, wie sich die Partner konkret im Rahmen des Programms für gleiche Chancen und mehr Bildungsgerechtigkeit einsetzen. Dass das Programm wirkt, bestätigte Talent Ali Dropalla der im zweiten Semester Wirtschaftswissenschaften studiert: „Das Talentscouting ist eine Maschine für soziale Mobilität!“

Die Vereinbarung belegt auch die Langfristigkeit der Zusammenarbeit, wie auch FH-Rektorin Prof. Tamara Appel klarstellte: „Unser Engagement an den Schulen ist auf Dauer gedacht. Sie und Ihre Schulen können auf die Fachhochschule Dortmund und die Talentscouts jetzt und in Zukunft zählen.“ Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit brauchen dauerhaftes Engagement – die Talentscouting-Schulen und die FH Dortmund sind bereit dazu.


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Die gemeinsame Vereinbarung unterstreicht die Zusammenarbeit für die Zukunft.

Im Bild: Frederik Töpel (Talentscout Fachhochschule Dortmund), Claudia Lönze (Ansprechpartnerin für die Koordination der Talentförderung am LHB), Petra Seehöfer (Stellvertretende Schulleiterin des LHB), Tamara Appel (Rektorin der FH Dortmund)

(Bildrechte: FH Dortmund – Romina Maillaro)